Der erste Tag der Woche - Bibelbetrachtung

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Der erste Tag der Woche

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Apg.20, 7: Am ersten Tage der Woche aber, als wir versammelt waren, um das Brot zu brechen, unterredete sich Paulus mit ihnen,


                                                                                Der erste Tag der Woche

Die Menschen haben schon seit längerem den Montag zum ersten Tag der Woche gemacht und Samstag plus Sonntag  zum, Wochenende, erklärt. Gott aber bezeichnet in seinem ewigen Wort unseren Sonntag als den ersten Tag der Woche. Bereits im Alte Testament ist die Rede vom "anderen Tag nach dem Sabbat, (3.Mo.23, 11.15.16).

Der Sabbat  war seit jeher dem siebten Tag, Gottes Ruhetag. Mit dem Tag  nach dem Sabbat begann eine neue Woche.  Weshalb ist dieser Tag für uns Christen so bedeutungsvoll?

Erstens ist unser Herr und Erlöser am ersten Tag der Woche auferstanden.
Nach vollbrachtem Erlösungswerk war  der Heiland gestorben und in ein Grab gelegt worden.
Doch der Tod konnte Den nicht zurückhalten, der Gottes Willen bis zum Letzten erfüllt und das Erlösungswerk für sündige Mensch vollbracht hatte.  So ist Er am dritten Tag, an einem  ersten Tag der Woche, siegreich auferstanden.


Zweitens finden wir bereits bei den ersten Christen die  Gewohnheit, sich am ersten Tag der Woche zu versammeln, um Brot zu brechen. Weshalb sollen wir dies heute nicht  mehr tun?


Der Herr Jesus Christus hat doch bei der Einsetzung sei Mahls gesagt: "Dies tut zu meinem Gedächtnis". Seine  Einweisung gilt heute noch.


Schließlich wird in Offenbarung 1,10 der erste Tag der  Woche als des Herrn Tag oder als dem Herrn gehörenden Tag bezeichnet. Der Sonntag gehört also Ihm, nicht uns. Wollen wir dies nicht vermehrt beherzigen und uns entspre verhalten?


1. 1,10 Johannes war »im Geist«, d.h. er wandelte in ungebrochener Gemeinschaft mit ihm und war so in der richtigen Haltung, um göttliche Mitteilungen zu empfangen. Das erinnert uns daran, dass man, um zu hören, nahe genug sein muss. »Der Herr zieht ins Vertrauen, die ihn fürchten« (Ps.25,14). Es war »an des Herrn Tag«, d.h., am ersten Tag der Woche. Das war der Tag der Auferstehung Christi, zweier seiner Erscheinungen vor den Jüngern und der Tag des Kommens des Heiligen Geistes zu Pfingsten. Die Jünger versammelten sich zum Brotbrechen am Tag des Herrn und Paulus wies die Korinther an, am ersten Tag eine Kollekte zusammenzulegen. Einige sind der Ansicht, dass Johannes die Zeit des Gerichtes meint, über das er schreiben will, doch der Ausdruck dafür ist im Griechischen ein anderer.

William MacDonald

2.  Der Ausdruck lautet im griech.   kyriake hemera (wörtl. „herr-licher Tag",   ,herr-lich" von „Herr", wie ,könig-lich" von „König"). ein Ausdruck, der   nur hier vorkommt.   Kyriake kommt auch vor in 1Kor 11.20 („des Herrn   Mahl"); dort unterstreicht der Ausdruck die Auslegung von Off.1,10. weil   im Anfang der Gemeinde die Abendmahlsfeier immer an den ersten   Wochentag geknüpft war. Das lateinische Wort für   kyriake. dominica (siehe die Vulgata) wurde in den romanischen Sprachen zum Wort für   „Sonntag"   (dimanche, domingo), wie „Lord's day" unter angelsächsi  schen Christen die Übliche Bezeichnung des Sonntags ist. Das griech. Wort   wurde in der römischen Zeit oft in der Bedeutung „kaiserlich" gebraucht;  deshalb vermutete man, dass der Name „Tag des Herrn" für den Sonntag  eine Art Protest gegen den kleinasiatischen Kaiserkult mit seinem ,kaiser- lichen Tag" sein sollte. Das Wort als Bezeichnung für den Sonntag kommt  auch schon in der frühchristlichen Literatur vor, aber nach einigen bezie hen sich diese Hinweise auf Ostern (siehe Mounce, S. 76). Der Sonntag  wird „Tag des Herrn- genannt und nicht .,der erste Tag der Woche" wie an anderen Stellen (Joh.20,1.19; Apg.20,7; I Kor.16,2): vielleicht auch, um die  Auferstehung des Herrn zu betonen (vgl. Vers 18). Verschiedene Verfasser den ken in Offb.1 doch lieber an den „Tag des Hem" von 1.Thes 5,2; 2.Thes 2,2; 2.Petr 3,10, ohne den Unterschied in der griech. Form (hier: hemera [tou)]  kyriou) zu würdigen. Walvoord (S. 42) wendet ein, dass doch nicht das  ganze Buch an einem (Sonn)tag Johannes geoffenbart werden konnte,  sieht jedoch nicht, dass das insgesamt nicht nötig ist: auf jeden Fall ist Offb.1,10-3,22 eine fortlaufende Vision. die ihm am ersten Tag der Woche geof wurde, aber in Offb.4 beginnt eine neue Vision, die ihm zu einem  späteren Zeitpunkt geschenkt worden sein kann. Es hat u. E. keinen Sinn,  dass Johannes im Geist an den zukünftigen „Tag des Herrn" versetzt wurde, denn gerade Offb.1-3 bezieht sich kaum oder gar nicht auf diese künftige  Gerichtszeit. Zu dieser Frage ausführlich Smith (S. 319-324), der übrigens  die zweite Auslegung wählt.

W.J. Ouweneel

Viel Freude und Gottes Segen beim Lesen.

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