Feuerbestattung / K R E M A T I O N - Bibelbetrachtung

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Feuerbestattung / K R E M A T I O N

Themen & Themes > Deutsch

K R E M A T I O N

Ein Wort zur Kremation

Unter der Überschrift «Viel Lärm um die <ewige Ruhe>» zum  Thema Erd- oder Feuerbestattung nahm der an Jesus Christus  gläubige schweizerische Nationalrat Christian Waber im EDU  Standpunkt (März 1999) eine sehr klare und entschiedene  Stellung ein. Er schreibt darin unter anderem:


Die Todeslüge

Immer mehr Menschen bestimmen zu Lebzeiten ihren  «Aufenthaltsort» für die Ewigkeit. Erdbestattung, Kre mation mit der Urne auf der Wohnwand oder im Gemein schaftsgrab, oder dann wird die Asche nach fernöstli chen Riten in die vier Windrichtungen verstreut oder in ein fließendes Gewässergestreut. Begüterte kaufen sich  einen Platz in einer Rakete und wollen so den Astralkräf ten näher kommen, andere lassen sich nach dem Tod  tief gefrieren mit dem Wunsch zur Wiederbelebung, wenn  dies technisch möglich wird. Die Menschen glauben der  Lüge, dass mit Geld alles machbar sei, alle in den Himmel  kommen, dass es keine ewige Verdammnis gebe, wir nur  auf dem Durchgang seien und mit jeder Wiedergeburt ein  wenig besser würden, oder sie behaupten, an überhaupt  nichts zu glauben. Der Tod wurde aus den Häusern  verbannt; dafür sind Spitäler, Altersheime, Sterbehäuser und das Fernsehen zuständig. Jeden Tag bekommen wir  «live» den sensationellen, grausamen, fürchterlichen  Tod in die Stube geliefert, möglichst in Zeitlupe. Der Tod  berührt uns nicht mehr, weil abruf- und berechenbar. Das  Recht auf Leben wird dem Lustprinzip und Egoismus  geopfert. Ein gezeugtes Kind wird mit einer Abtreibungs getötet, der Mutter werden die «Überreste» gezeigt  und ihr erklärt, es handle sich nur um unsichtbare Zellen.  Die Diskussion entbrennt, ob alte Menschen Anrecht auf  Spitzenmedizin haben oder der Todestrunk vorzuziehen  sei. Die Saat der Lüge geht auf. Der Tod wurde zum  Geschäft, und die Weisheit der Psalmisten geriet in  Konkurs.


Kein Platz auf dem Friedhof!?

Christen sterben in der Gewissheit der Auferstehung  und des ewigen Lebens. Unser Körper geht in die
Verwe sung. «Erde zu Erde, Staub zu Staub». Wir haben kein  Verfügungsrecht über unseren Leib. Wir gehören Gott im  Leben und im Tod. Nun kommen aber immer wieder  menschliche Einwände, die Erdbestattung sei auch für  Christen vorbei, da wir unter Platzmangel leiden wür den.

Jedoch: Für alles Vergängliche haben wir genügend  Platz: Wir bauen Autobahnen (auch eine Art
Fried hof ...),  Strassen, Häuser mit Vorplätzen, Sporttempel,  Flugplätze, Hotels und Sexkinos. Für die letzte Ruhestät te haben wir auf einmal keinen Platz! Wollen wir dem  Tod auf elegante Weise ausweichen und die Asche nur noch in einer grauen Granitsteingruft lagern?

Glauben wir den Lügen mehr als dem Wort Gottes,  dass nach dem Leben nicht alles vorbei ist? «Denn er

selbst, der Herr, wird mit einem Feldgeschrei und der  Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes  hernieder kommen vom Himmel, und die Toten in Chris tus werden auferstehen zuerst» (1.Thess 4,16). In Jesus  sind wir nicht tot, sondern lebendig! Wenn wir als  Christen gefragt werden, welche Bestattung die richtige sei, wird unsere Antwort immer sein: die Erdbestattung.


Eine Statistik besagt, dass in der Schweiz 53% der Verstor benen verbrannt werden. In Belgien sind es 45%, in England  70%, in Frankreich 14%, in Japan 90% und in Deutschland  28%.' Feuerbestattung (Kremation) wird in der Bibel, die uns als  allein gültiger Maßstab gilt, nicht gelehrt. Im Gegensatz dazu  aber lesen wir in 1.Mose 3,19, in Bezug auf die Erdbestattung,  dass der Herr sagt: «Im Schweiße deines Angesichts sollst du  dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du  genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden. » Aus diesem Grund beerdigten die Israeliten ihre Verstorbe nen, was bis heute im Judentum noch genau befolgt wird. So  kaufte Abraham eine Höhle zum Erbbegräbnis für seine Frau,  für sich selber und für seine Angehörigen (vgl. 1.Mo 23,4.9). In Vers 19 lesen wir: «Danach begrub Abraham Sara, seine  Frau, in der Höhle des Ackers in Machpela  ... » Jakob ordnete  kurz vor seinem Tod an, dass seine Gebeine in der Höhle seiner  Väter begraben werden sollten, die sein Großvater Abraham  gekauft hatte (1.Mo 49,29-33). Joseph ließ bei sich schwö ren, dass er, wenn er gestorben wäre, beim Auszug der  Kinder Israel aus Ägypten mitgenommen würde, um im  verheißenen Land begraben zu werden. Daraufhin wurde  sein Leichnam einbalsamiert und vorübergehend in Ägypten  begraben (vgl. 1.Mo 50,24-26). Später nahm Mose die  Gebeine Josephs mit auf die Reise durch die Wüste (2.Mo  13,19), und die Israeliten beerdigten ihn schließlich in Sichrem nach dem Einzug ins verheißene Land (Jos 24,32).

Warum hat man Joseph nicht verbrannt? Das wäre doch  nicht so teuer gewesen wie eine ägyptische Einbalsamie Wäre es nicht einfacher gewesen, einen Krug mit  Asche 40 Jahre durch die Wüste zu tragen, als einen einbal samierten Leichnam? Doch eine Verbrennung kam für die  Juden niemals in Frage und stand überhaupt nicht zur  Diskussion. So ist es heute noch undenkbar für einen an die  Thora gläubigen Israeli, einen Verstorbenen zu kremieren.

Auch das Neue Testament lehrt nur das Erdbegräbnis. So  wurde zum Beispiel Lazarus von Jesus aus seinem Grab  gerufen (
vgl. Joh.11, 43). Johannes der Täufer wurde nach seiner Hinrichtung von seinen Jüngern in ein Grab gelegt  (vgl. Mk.6, 29), und Stephanus wurde in gottesfürchtiger Art  und Weise bestattet und nicht etwa verbrannt (vgl. Apg.  8,2).  Das größte Beispiel aber ist wohl der Herr Jesus selbst, über  den es nach Seinem Tod am Kreuz heißt: «Da nahmen sie  den Leichnam Jesu und banden ihn in Leinentücher mit  wohlriechenden Ölen, wie die Juden zu begraben pflegen. Es  war aber an der Stätte, wo er gekreuzigt wurde, ein Garten  und im Garten ein neues Grab, in das noch nie jemand gelegt  worden war. Dahin legten sie Jesus wegen des Rüsttags der Juden, weil das Grab nahe war» (Joh.19, 40-42).

Denken wir hierzu auch an das Auferstehungskapitel von
1.Korinther 15, wo Paulus schreibt: «Es wird gesät ein natürlicher Leib  und wird auferstehen ein geistlicher Leib» (V.44). Ein Bauer  wird das Saatgut niemals verbrennen, sondern es in die  zubereitete Erde aussäen. Und so will der Herr, dass wir das auch mit dem «natürlichen Leib» tun, der wie ein Samenkorn  in die Erde gesät und nicht verbrannt werden soll.

 Wie auch aus Amos 2,1 ersichtlich ist, entspricht die  Leichenverbrennung nicht dem Willen Gottes: «So  spricht -Schah, stand sie immer mit Gottes Zorngericht in Verbin dung, zum Beispiel wegen Perversion (1.Mo 19,24-25),  frevelhaften Opferdienstes (3.Mo 10,1-2), Diebstahls von Gebanntem (Jos 7,20-21.24-25) und wegen Götzenopfern:

«Und Josia wandte sich um und sah die Gräber, die auf dem  Berge waren, und sandte hin und ließ die Knochen aus den Gräbern holen und verbrannte sie auf dem Altar und machte  ihn unrein nach dem Wort des Herrn, das der Mann Gottes  ausgerufen hatte, als er es verkündete» (2.Kö 23,16). Es
handelte sich dabei um ein Gericht Gottes über die Götzen priester, die auf den Höhen anderen Göttern geopfert hatten  (
1.Kö 12,31-32; 13,2). Der Ausdruck «verbrannte sie auf  dem Altar und machte ihn unrein» bzw. «entweihte ihn», spricht doch dafür, dass die Toten Verbrennung etwas ist, das  dem Willen Gottes widerspricht. Auch sollten wir uns die  Tatsache zu Herzen nehmen, dass die Feuerbestattung heid nischen Ursprungs ist und vorwiegend in Ländern und  Nationen praktiziert wird, die nicht an den lebendigen Gott  glauben. Im Hinduismus und Buddhismus ist sie Ausdruck und Wunsch der Auflösung des Lebens ohne eine Wieder kehr. Bei den Germanen wurden die Verstorbenen aus  Furcht vor einer Rückkehr der Toten eingeäschert. Und in  atheistischen Ländern geschieht die Feuerverbrennung oft  aus Opposition gegen einen Glauben an das Weiterleben  nach dem Tode. Da aber unsere christliche Kultur sich immer  mehr den heidnischen Bräuchen (besonders den östlichen)  zuwendet und sich dem Pluralismus hingibt, zählt auch die  Kremation (Feuerbestattung) immer mehr zu einer Selbstver ständlichkeit. Hinzu kommt, dass in vielen Menschen, die  sich nach ihrem Tod verbrennen lassen wollen, der dunkle, angstvolle Gedanke nagt, dass es vielleicht doch einen Gott  gibt, von dem man nach dem Tod zur Rechenschaft gezogen  wird, aber von dem man während Lebzeiten nichts wissen wollte. Um diesem allmächtigen Gott zu entfliehen, meint  man nun, durch die Verbrennung des Leichnams die eigene  Existenz auslöschen und sich dadurch der Verantwortung  gegenüber Gott entziehen zu können. Die Bibel sagt jedoch: «Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben,  danach aber das Gericht» (Hebr.9,27). Diesem Gericht kann  sich keiner entziehen, auch dann nicht, wenn er sich verbren nen und seine Asche ins Meer schütten lässt. Es heißt in Offenbarung 20,13: «Und das Meer gab die Toten heraus,die darin waren, und der Tod und sein Reich gaben die Toten  heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder  nach seinen Werken.» Es gibt keinen Fluchtweg vor Gott: Sie  alle werden am Jüngsten Tag vor Ihm, dem Herrn aller Herren,  erscheinen müssen.

Darum sollten Sie viel besser zu Jesus Christus flüchten, und zwar heute, hier und jetzt. Wer Ihn nämlich von ganzem Herzen sucht und Ihm sein Leben übergibt, der erhält völlige  Vergebung all seiner Sünden und wird niemals in das letzte  Gericht Gottes kommen müssen. Darum ist Jesus ja in diese  Welt gekommen und hat das Gericht an unserer Stelle auf sich  genommen! Er ist der Erlöser, Heiland und Retter der Welt, der gesagt hat: «Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das  ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist  vom Tode zum Leben hindurch gedrungen» (
Joh.5,24).

Nun fragen Sie sich vielleicht, was denn nun mit denen ist,  die gläubig waren und trotzdem verbrannt wurden, sei es aus Unwissenheit, ohne ihr eigenes Verschulden oder durch einen Unfall. Ganz bestimmt werden sie nicht verloren sein, sondern in der Ewigkeit auch an der Herrlichkeit Jesu teilhaben. Unser  Herr hat die Macht, am Tage der Auferstehung auch ihnen  einen neuen, ewigen Herrlichkeitsleib zu geben. Dabei wird  jeder für sich selber Rechenschaft ablegen müssen vor dem  Preisrichterthron Jesu Christi
(
1 Kor 3,11-15; 2.Kor 5,10), welcher mit dem großen weißen Thron aus Offenbarung  20,11-15 nichts zu tun hat.

Für uns aber sollten die Argumente genügen, dem Wort des Herrn gehorsam zu sein und einer Feuerbestattung nicht  zuzustimmen.

Norbert Lieth

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü