Fremdes Feuer - Bibelbetrachtung

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Fremdes Feuer

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                                     „Fremdes Feuer"

„Ihr sollt weder fremdes Räucherwerk auf ihm opfern, noch Brandopfer, noch Speiseopfer; und keine Trankopfer sollt ihr auf ihn gießen" (2. Mos. 30,9)    
Auf dem goldenen Räucheraltar im Heiligtum durfte nur Räucherwerk dargebracht werden. Die Zusammensetzung musste, wie Gott es angeordnet hatte, erfolgen.

Dies ist ein Bild von der Herrlichkeit der Person Jesus Christus.

Auch in unserer Anbetung ist nur der Wohlgeruch Christi Gott wohlgefällig. Alles, was dies nicht zum Inhalt hat, ist „fremd", d.h. es ist nicht annehmbar.

Der Räucheraltar bestand aus Holz, das mit Gold überzogen war, und stand im Heiligtum.

Sein Maß war quadratisch (45 x 45 cm) und er war 90 cm hoch. Er wurde auch als der „Goldene Altar" bekannt.

Jeden Morgen und jeden Abend wurde Räucherwerk verbrannt. Das ist ein Bild für die Fürbitte Christi zu unseren Gunsten.

Obwohl dieser Altar im Heiligtum stand, war er doch so eng mit dem Allerheiligsten verbunden.

Der Altar wurde mit Stangen getragen, die in Ringen steckten und die unter einem Kranz an gegenüberliegenden Nieten befestigt waren.

Die ganze Versammlung (Israeliten) trat herein in die Gegenwart des HERRN vor der Stiftshütte.

Als Aaron alle Vorschriften über das Sündopfer, das Brandopfer, das Opfer des Volkes, Speiseopfer, das Friedensopfer und das Schwenkopfer erfüllt hatte, erhob er seine Hände und segnete sie.

Dann ging ein Feuer aus dem Allerheiligsten des Heiligtumes hervor und verzehrte das Brandopfer, das auf dem bronzenen Altar lag.
Das zeigte, dass Gott dieses Opfer angenommen hatte.
Dieses Feuer des HERRN sollte ständig auf dem Brandaltar in Brand gehalten werden.

Hier können wir sehen, dass kein „fremdes Feuer" dargebracht werden darf, sondern nur Feuer, das vom HERRN kommt (3. Mos. 9,24; 10,1).
Die Bedeutung für uns: Dass wir ihn nur durch den Geist Gottes anbeten können.

Natürlicher Eifer und reine fleischliche Gefühle sind in diesem Sinne „fremdes Feuer".
Feuer und Räucherwerk müssen den Anordnungen Gottes entsprechen, damit ER es annehmen kann, bzw. damit sie für IHN ein Wohlgeruch sein können.

Das gilt auch für unsere Anbetung.

Sichtbare und hörbare Mittel mögen zwar den fleischlichen Menschen ansprechen und manipulieren und in ihm erhabene Gefühle auslösen. Sie bewirken aber keine gottgefällige Anbetung. Die wahren Anbeter werden auf keinen Fall fremdes Feuer benutzen.

Aaron wurde angewiesen, auf diesem Altar zweimal täglich Rauchopfer zu verbrennen.  Das Rauchopfer soll ein Symbol für das Gebet sein (Psalm 141,2; Luk. 1,10). Aaron sollte auf diesem Altar keine anderen Opfer darbringen.

Einmal im Jahr, am Tag der Versöhnung, sollte er den Altar entsühnen (d.h. den Altar reinigen und neu weihen), indem er das Blut eines Stieres und einer Ziege auf die Hörner des Altars sprengte (3. Mos. 16,18 und 19) sowie auf den Sühnedeckel (3. Mos. 16,14-17).  
    
Jedesmal ging ein Feuer vom HERRN aus und verschlang das Brandopfer und das Fett auf dem Altar. Damit erkannte Gott das Opfer an und machte seine gnädige Annahme des Opfers deutlich. Diese Annahme löste Freude, Ehrfurcht und Anbetung beim Volk aus.

Die beiden ältesten Söhne Aarons hatten fremdes Feuer, d.h. verbotenes Feuer, das ihnen der HERR nicht befohlen hatte, auf dem Altar entzündet.
Aus der Heiligen Schrift 3. Mos. 10,1.2Die Söhne Aarons, Nadab und Abihu, nahmen jeder seine Rauchpfanne, taten Feuer herein, legten Rauchwerk darauf und brachten fremdes Feuer dem HERRN dar, das ER ihnen nicht geboten hatte. Da ging Feuer aus von dem HERRN und verzehrte sie, so dass sie starben vor dem HERRN."

Durch Jesus Christus haben alle Wiedergeborenen der Versammlung Christi das wunderbare Vorrecht, Gott als ihren Vater im Geist und in der Wahrheit anzubeten.

Herr Jesus Christus sagt uns in Joh. 4,23 und 24, dass solche Anbetung der Wille Gottes für alle wiedergeborenen Gottesfürchtigen ist. „Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und der Wahrheit anbeten werden. Der Vater sucht solche Anbeter. Gott ist Geist und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. "

Die neutestamentliche Versammlung: ihre Anbetung beruht auf dem Erlösungswerk des HErrn Jesus Christus, sie geschieht durch Ihn, den himmlischen Hohenpriester nach der Ordnung Melchisedeks, und nicht mehr nach aaronischen Vorschriften, unter der Leitung des Heiligen Geistes. Alles an dieser Anbetung ist von Gott her gesehen vollkommen und wohlgefällig.

Weil unser Herr Jesus Christus der vollkommene Hohepriester in Ewigkeit ist, sind auch wir, die ihm gehören, zum Priesterdienst berufen.
Da ihr zu ihm gekommen seid, zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen zwar verworfen war, bei Gott aber auserwählt und kostbar ist…" (1. Petr. 2,4 und 5). Als geistliches Opfer ist in erster Linie Anbetung, Lob und Dank gemeint: Hebr. 13,15Durch ihn lasst uns nun Gott beständig ein Opfer des Lobes darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen."
Manche Menschen wollen unbedingt ihre Gottesdienste mit Musik untermalen, in der Hoffnung, dass es Gott gefällt. In 1. Kor. 2, 13 sieht man, dass nur die Worte, die der Heilige Geist gelehrt und gegeben hat, maßgebend sind.

Woher kommt aber diese musikalische Untermalung ?
Nach meiner Recherche kommt sie aus Mittelafrika, wo die Leute ihre Götter und „Götzen" mit Tanz und Musik besänftigen wollten in der Hoffnung, dass ihnen die Götter gnädig sind und dass ihnen fruchtbare Böden sowie Nachkommen geschenkt werden.

Es wird getanzt und hochgesprungen mit Trommeln und anderen Arten von Musikinstrumenten und mit großem Radau. Sie sind der Meinung, ihre Götter auf diese Weise zu besänftigen, damit sie ihnen gnädig werden.

So sind diese Gepflogenheiten in Süd- und Nordamerika und  von dort schließlich in Europa übernommen worden.

Man kann das bei den Charismatikern und Pfingstlern sehr deutlich sehen.

Das ist nicht die wahre Anbetung im Geist. Es ist lediglich eine Anbetung aus der Kraft des Fleisches, die in der alten Menschennatur liegt.
Diese fleischlichen Ausdrucksformen, menschlichen Gedanken oder anderen Äußerungen  sind unheilig und Gott nicht wohlgefällig. Diese haben in der echten geistlichen Anbetung der Versammlung nichts zu suchen, da sie die Anbetung verunreinigen.

Im Alten Testament können wir als Beispiel für die Anbetung des Fleisches das Opfer Kains (1. Mos. 4,3-5) sowie Nadabs und Abihus ansehen; so auch die Rotte Korahs, die ihren Herrn in der Kraft des Fleisches angebetet haben.

Wahre Anbetung geschieht im Geist. Sie geschieht im Wesentlichen innerlich und nicht als äußere Form durch bestimmte Handlungen und Rituale, die durch Menschen ausgeführt werden. Menschen benutzen Musik, damit die stimmungsvolle Umgebung und beeindruckende symbolische Zeremonie seelische, aufwühlende und erhebende Effekte auf die Zuhörer haben.

Die wahre geistliche Anbetung dagegen ist eine Anbetung des Herzens. Sie ist nicht an bestimmte Orte, Handlungen und Rituale gebunden, sondern kann unter verschiedenen Umständen stattfinden (Apg. 16,25) - auch als unhörbares, inneres Gebet der Gläubigen zu Gott („… singet und spielet dem Herrn mit eurem Herzen." Eph. 4,19)

Wenn wir vor den heiligen Gott treten, um ihn anzubeten, dann schaut der Herr unser Herz an und nicht das, was vor Augen ist (Ps. 51,8 und 18 ff.;1. Sam 16, 7 b )

D
ie Versammlung Gottes, wie in Offenbarung 5,8: „denn sie hatten jeder … eine goldene Schale voll Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen." (Siehe auch Offenbarung 8,3).

Unsere Anbetung ist dann rein, heilig und wohlgefällig, wenn wir auf Christus blicken, nicht auf uns selbst. Wenn wir bewusst aufgrund unserer Haltung in Christus zu IHM kommen, statt in fleischlicher Selbstgerechtigkeit, wenn IHM mit seinem Sühneopfer, das die Mitte unserer Anbetung darstellt, gehuldigt wird, dann ist dies unsere reine Anbetung.  
Dem, der auf dem Thron sitzt und dem Lamm, gebührt das
Lob und die Ehre und der Ruhm und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit." (Offenbarung 5,13 ff.)

Alle Engel standen rings um den Thron um die Ältesten und die vier lebendigen Wesen. Und fielen vor dem Thron auf ihr Angesicht, beteten Gott an und sprachen: Amen! Lob und Herrlichkeit und Weisheit und Dank und Ehre
und Macht und Stärke  gebührt unserem Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen." (Offenbarung 7, 11 ff.)

Wahre Anbetung hat also nicht allein mit Worten zu tun, sondern mit einer Herzenshaltung in Gottesfurcht, Demut und Unterwerfung unter Gottes Willen und Seine Anweisungen.                                
In
Matt. 15,8 spricht der Herr: „Dieses Volk naht sich zu mir mit seinem Mund und ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir."   Die Sprüche 1,7 besagen: „Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis." (Siehe auch 2. Tim. 3,5).

W
ir haben bereits gesehen, dass die biblische Anbetung eine verständige Anbetung in Worten ist, weshalb jegliche zugefügten hörbaren und sichtbaren (musikalisch oder als Bild) Darstellungen - beispielhaft im Katholizismus und der Orthodoxie -  als fremdes Feuer zu betrachten sind und nicht als Gott zum Wohlgefallen.   

Schließlich ist vor einer „Anpassung an die Welt" - in Röm. 12,2 und Jak. 4,4 –gewarnt worden.
Ich denke an Pro-Christ, wie die Musikanten und der Klavierspieler sich präsentiert haben bzw. wie sie versucht haben, sich in der Predigt selbst darzustellen.  
Siehe 2. Kor. 4, 5 Denn wir verkündigen nicht uns selbst, sondern Christus Jesus, dass er der Herr ist, uns selbst aber als eure Knechte um Jesu willen."

In verschiedenen Gemeinden, die sich gerne „christliche Gemeinde" nennen, führen sie in ihren Gottesdiensten Pop- und Rockmusik auf. Wenn man die Texte betrachtet, kann man feststellen, dass es sich um dämonische, gotteslästernde Texte handelt.  

Am allerschlimmsten ist es, wenn sie sogenannte Hardrock- und Heavymetal-Musik in ihren „Gottesdiensten" aufführen. Und das ist dann, wie erwähnt, als fremdes Feuer zu betrachten und dient auf keinen Fall dazu, Gott zu gefallen; ebensowenig wie Pantomime und Gospelgesänge.

W
ir müssen in Röm. 12,2 in Betracht ziehen, dass wir nicht als Christen  dieser Welt gleich sind. Und in Eph.5, 8 heißt es: „Wandelt  als Kinder des Lichts!".    

V
iele versuchen, diese dämonische Musik – wie Hardrock- und Heavymetal-, Rock- und Popmusik – mit dem Wort „christlich" zu deklarieren. Meines Erachtens ist dies eine Mogelpackung, weil sie denken, mit der Bezeichnung „christlich" haben sie den Inhalt und den Sinn vorgetäuscht.

Ich wünsche allen Lesern Gottes Segen mit der Hoffnung, dass alles so verstanden wird, wie es hier gemeint ist.

EG     


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