Sabbat – oder Jesus Christus! - Bibelbetrachtung

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Sabbat – oder Jesus Christus!

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Im Lichte der Heiligen Schrift werde ich versuchen, diese Thematik zu behandeln.

Luther Übersetzung von 1912

Erster Sabbat (1. Mo. 2,1 – 3)
1Mo 2,1     Also ward vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer.
1Mo 2,2     Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am
                    siebenten Tage von allen seinen Werken, die er machte
.
1Mo 2,3     Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, darum dass er an demselben
                   geruht hatte von allen seinen Werken, die Gott schuf und machte.


Obwohl das Wort Sabbat in diesen Versen nicht vorkommt, schreibt Moses hier etwas Genaues darüber – über den Sabbat, den siebten Tag der Woche.  

Der „siebte Tag“ wird in Vers 2- 3 dreimal erwähnt.
Sabbat“ wird von dem Hebräischen Wort (Schabbat) mit der Bedeutung „ruhen  bzw. aufhören zu arbeiten“ abgeleitet.
Es ist auch mit dem hebräischen Wort „sieben“ verwandt.

Der Sabbat, an dem Gott, der HERR, ruhte (Vers 1–4), dieser erste Sabbat war nicht etwa die Folge davon, dass ER von seinen ganzen Schöpfungswerk müder geworden wäre. Denn für Gott gilt, dass er nicht ermüdet (Jes. 40,28)
"Weißt du nicht? hast du nicht gehört ? Der HERR, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unausforschlich."

Gott sonderte vielmehr den siebten Tag aus, weil sein Schöpfungswerk beendet war und ER daran Freude fand, was ER erschaffen hatte. „Und Gott sah alles, was ER gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ (1Mos. 1, 31)

Jetzt haben wir gesehen, dass Gott der HERR von seinen Schöpfungswerken ruhte. Das ist nicht die Ruhe, die auf Ermüdung folgt, sondern die Ruhe und Zufriedenheit nach erfolgreicher Vollendung der Werke.

Obwohl Gott zu diesem Zeitpunkt dem Menschen noch nicht befahl, den Sabbat zu halten, lehrte er uns damit den Grundsatz, dass einer von den sieben Tagen ein Ruhetag sein sollte.            

Zu bemerken ist, dass für diesen siebten Tag die Wendung und das Wort „Abend …. und Morgen“ fehlt. Das deutet darauf hin, dass Gottes Sabbatruhe kein Ende haben wird. Aber leider wird Gottes Ruhe durch die Adamssünde gestört.

Gott musste Adam und Eva suchen, um beide zur Rechenschaft zu ziehen
1.Mos. 3,8     "Und sie hörten die Stimme Gottes des HERRN, der im Garten  
                       ging,  da der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich
                       mit  seinem Weibe vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter die  
                       Bäume im Garten."

1Mo 3,9       Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du?

siehe auch
Joh. 5,17  Jesus aber antwortete Ihnen: Mein Vater wirkt bisher, und ich wirke auch.

Gott segnete den siebten Tag.

Jahwe, der Gott der Zeit und der HERR der Ewigkeit, ER hat die Zeit geschaffen, und hat die Planeten um die Sonne rotieren lassen. ER steht über Zeit und Raum.
Der Sabbat ist für Israel als Volk – siehe
2. Mos. 16,23  "Und er sprach zu ihnen: Das ist's, was der HERR gesagt hat: Morgen ist  der Sabbat der heiligen Ruhe des HERRN; was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; was aber übrig ist, das lasset  bleiben, dass es behalten werde bis morgen."
– erwähnt worden, als Gott Israel die Vorschriften bezüglich der Einsammlung von täglichem Manna gab.

Erstmals wurde die Beziehung des Sabbats zur Schöpfung deutlich, als Gott Israel am Berg Sinai das Gesetz gab (2. Mos. 20,8 – 11).

Müssen die Christen den Sabbat einhalten?

2. Mos. 31,16  „Darum sollen die Kinder Israel den Sabbat halten, dass sie ihm auch  
                           bei ihren Nachkommen halten, zum ewigen Bund“.

2. Mos.31, 17  „Es ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern    Israels.
                          Denn in sechs Tagen machte der Herr Himmel und Erde, aber am   
                          siebten Tag ruhte er und erquickte sich“.


Im 5. Mos. 5 gibt Moses die zehn Gebote an das Volk Israel und die nächste Generation weiter. Hier gibt er den Israeliten, nach den Anordnungen den Sabbat einzuhalten, in Vers 12–14 den Grund für den Sabbat an: „Denn du sollst daran denken …“     
                
5Mo 5,15   "Denn du sollst gedenken, dass du auch Knecht in Ägyptenland warst und            
                    der HERR, dein Gott, dich von dort ausgeführt hat mit einer mächtigen  
                     Hand und mit ausgerecktem Arm. Darum hat dir der HERR, dein Gott,
                    geboten, dass du den Sabbattag halten sollst".


Wir müssen hier besonders auf das Wort  „Darum“ achten. Gottes Absicht, bei der Einführung des Sabbats war nicht, dass die Israeliten der Schöpfung gedachten, sondern ihrer Sklaverei und ihrer Befreiung durch Gott.

Halten wir die Auflage fest, dass Sabbat-Einhalten gemacht wurde: Keine Person durfte nach dem
Gesetz des Sabbats das Haus verlassen (
2. Mos. 16,29), und durfte niemandem einen Anlass zur Arbeit geben  (5. Mos. 5,14).
Eine Person, die diesen Sabbat nicht einhielt, wurde mit dem Tod bestraft (
2. Mos. 31,15; 4. Mos. 15,31 – 35).

Hier sehen wir vier wichtige Punkte:

1. Wenn Jesus nach seiner Auferstehung erscheint und der Tag genannt wird, ist es  
       der erste Tag der Woche. (
Matt. 28,1; Mark. 16,9; Luk. 24,1 & 13 & 15; 19 & 36)
2.  Der Sabbat wird zwischen der Apostelgeschichte und der Offenbarung nur aus
       evangelistischen Gründen für die Juden erwähnt, wobei der Ort, an dem über den    
      Sabbat gesprochen wird, üblicherweise eine Synagoge ist (
Apg. 13 – 18).  Paulus
       schreibt: „Wenn ich mit Juden zu tun habe, lebe ich wie ein Jude, um sie für   
       Christus zu gewinnen.“
(
1. Kor. 9,20). Paulus ging nicht in die Synagoge, um
       Gemeinschaft mit den Heiligen zu haben, um sie zu erbauen, sondern um die
      Verlorenen zu überführen und zu retten.
3. Einmal sagte Paulus: „Von jetzt ab werde ich mich an die Nicht-Juden wenden“   
      (
Apg. 18,6). Danach wird der Sabbat nicht mehr erwähnt.
4.   Von da an wird Sabbat im Neuen Testament nicht mehr geheiligt  (Kol. 2,16).
       Wenn wir noch einmal das betrachten, wird deutlich, dass es für die
       Gläubigen im Neuen Testament keine Auflagen gibt, die ihnen vorschreiben, den
       Sabbat einzuhalten. Genauso zeigt es sich, dass der Sonntag als„christlicher Sabbat“
        unbiblisch ist.
     „So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen …“     
                 
Kol. 2, 16– 17 "Im jüdischen Sabbat wird durch das Kreuz abgeschafft, sodass   
                          Jesus den „Schuldenbrief getilgt hat …


Kol. 2, 14       " und ausgetilgt die Handschrift, so wider uns war, welche durch  
                         Satzungen entstand und uns entgegen war, und hat sie aus dem    
                         Mittel getan und an das Kreuz geheftet;"


Die Gedanken im Neuen Testament:


Röm. 14, 5    Einer hält einen Tag vor dem andern; der andere aber hält alle Tage   
                       gleich. Ein jeglicher sei in seiner Meinung gewiss
.
Röm. 14,6     Welcher auf die Tage hält, der tut's dem HERRN; und welcher nichts   
                       darauf hält, der tut's auch dem HERRN. Welcher isst, der isst dem   
                       HERRN, denn er dankt Gott; welcher nicht isst, der isst dem HERRN  
                       nicht und dankt Gott.


Siehe auch
Gal. 4,9   Nun ihr aber Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt   
                                     seid, wie wendet ihr euch denn wiederum zu den schwachen  
                                      und  dürftigen Satzungen, welchen ihr von neuem an dienen  
                                      wollt?

                   
Gal 4,10   Ihr haltet Tage und Monate und Feste und Jahre.
                    
Jak 2,10   „Denn so jemand das ganze Gesetz hält und sündigt an einem,  
                                      der  ist's ganz schuldig.“


   
Der Sabbat wurde den Israeliten gegeben, nicht der Versammlung. Der Sabbat ist immer noch am Samstag, nicht am Sonntag. Aber der Sabbat ist Teil des Gesetzes des Alten Testamentes.
Doch die Christen sind von diesem Gesetz entbunden (
Gal. 4,1 – 26 und Röm. 6,14).

Der HERR wird zur Ruhe kommen – zu seinem ewigen Sabbat, wenn der Satan gebunden und verurteilt worden ist.

Erst wenn der HERR Jesus Christus, der Sohn Gottes, für diese Menschen zum  Erlöser und Erretter geworden ist, dann haben diese Menschen die wahre Freiheit kennengelernt. Sein Gewissen ist von Schuld befreit und ist von der Macht der Sünde und Knechtschaft frei geworden.

Und er steht auch nicht mehr unter dem Zwang des Gesetzes von Sinai, weil Christus uns alle„für die Freiheit frei gemacht hat“ (Joh. 8,36; Gal. 5,1).

Das Halten der Gebote (10 Gebote Gottes) kann uns nicht erretten.

Hebr 7,18 Denn damit wird das vorige Gebot aufgehoben, darum daß es zu schwach und nicht nütze war

Hebr 7,19   [denn das Gesetz konnte nichts vollkommen machen); und wird eingeführt eine bessere Hoffnung,
                     durch welche wir zu Gott nahen;


Gal 5,3       Ich bezeuge es nochmals: Wer sich diesen Ordnungen unterwirft, muss dann auch das ganze Gesetz halten.
Gal 5,4      Wenn ihr durch das gesetzliche Wesen zum rechten Leben aus Gott kommen wollt, habt ihr die Verbindung mit
                   Christus tatsächlich zerrissen und seid aus der Gnade herausgefallen.


2Kor 3,6    welcher auch uns tüchtig gemacht hat, das Amt zu führen des Neuen Testaments, nicht des Buchstaben, sondern
                    des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.


2Kor 3,10    Ja, man muss schon sagen: Alles, was es an Herrlichkeit (im Dienst des Gesetzes) gab,
                      verblasst völlig gegenüber der überwältigenden Herrlichkeit des Dienstes im Neuen Bund.


Heb. 8,13    Wenn Gott hier von einem neuen Bunde spricht, so erklärt er damit den früheren für veraltet.
                     Was aber veraltet ist und sich überholt hat, wird bald verschwinden.


1Tim 1,8      Wir wissen sehr wohl, dass das Gesetz gut ist, wenn man es richtig gebraucht.
1Tim 1,9      Man muss nämlich vor allem wissen, dass es für den Gläubigen kein Gesetz mehr gibt. Es ist für die da, die sich                                              
                    nach keinem Gesetz richten: für die Zuchtlosen und Gottlosen, für die unheiligen und gemeinen Sünder, etwa  
                     Vater- oder Muttermörder, für Totschläger
,
1Tim 1,10    Hurer, Knabenschänder, Sklavenhändler, Lügner, Meineidige und was sonst im Widerspruch zu einer gesunden
                     Verkündigung steht.


Lass uns über das, was uns in der Heiligen Schrift darüber mitgeteilt ist, nachsinnen.


Wenn der Dienst der Verdammnis Herrlichkeit hat, so ist noch viel mehr der Dienst der Gerechtigkeit überströmend in Herrlichkeit (
2. Kor. 3,9).

Warum eigentlich wird der Gottesdienst unter dem Gesetz hier „Dienst des Todes und der Verdammnis" genannt? (Siehe Verse 7 und 9).

Hat der Gott diesen Dienst nicht selber verordnet, um in der Mitte seines Volkes wohnen zu können? Selbstverständlich.
Da aber niemand das Gesetz halten könnte und derjenige, der nicht konnte, war dem Tod und Urteil der Verdammnis Gottes  geweiht.

"Da wurden Jahr für Jahr Opfer dargebracht – das waren lediglich „Erinnerungen an die Sünden" (
Hebr. 10,3).

Der Dienst „der Gerechtigkeit und des Geistes" aber, der den Gläubigen gegeben ist (siehe Vers 8): Hier ist keine Gerechtigkeit gefordert, damit die Menschen vor Gott bestehen könnten, sondern die Gerechtigkeit Gottes ist offenbart und den Gläubigen nur aus Gnade gegeben.

Wenn schon damals Herrlichkeit sichtbar wurde, wie viel mehr und größer ist die Herrlichkeit „im Angesicht Christi" zu erkennen.

Aber Satan will verhindern, dass die Menschen „den Lichtglanz des Evangeliums und die Herrlichkeit Christus" kennenlernen.

2Kor 4,4 bei welchen der Gott dieser Welt der Ungläubigen Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Klarheit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes.

      

EG    

Königsdorf, 18.Juli.2013         
WWW.Bibelbetrachtung.de








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